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Familienmesse im Advent
St. Petrus in Ketten in Reinholterode
Geschrieben von: Tobias Löffler   

"Wir sagen Euch an den lieben Advent, sehet die 2. Kerze brennt." So erklang es am Sonntag zum 2. Advent in der letzten Familienmesse diesen Jahres, die in der Pfarrgemeinde "St. Petrus in Ketten" in Reinholterode stattfand.

Die Messe wurde umrahmt von den Kommunionkindern der ansässigen Gemeinden. Es wurde berichtet, dass hier zur Adventszeit die Herbergssuche das Thema des Kommunionunterrichtes ist. Diese wird derzeit in den Familien der Kommunionkinder durchgeführt und so auf die Weihnachtszeit eingestimmt.
Pfarrer Stubenitzky nutzte dies zum Übergang in seine Predigt. Hierbei handelte es sich um die Geschichte vom

 

Schuhmacher Konrad, der den lieben Gott erwartet.

An diesem Morgen war der Schuster Konrad schon sehr früh aufgestanden, hatte seine Werkstatt aufgeräumt, den Ofen angezündet und den Tisch gedeckt. heute wollte er nicht arbeiten, denn er erwartete einen hohen Gast. Den höchsten, den man sich denken kann. Er erwartete Gott selbst.
In der vorigen Nacht hatte Gott ihn im Traum wissen lassen, dass er ihn besuchen werde.
Nun saß Konrad in der warmen Stube und wartete. Sein Herz war voller Freude. Da hörte er von draußen Schritte und schon klopfte es an der Tür. Da ist er, dachte Konrad, sprang auf und riss die Tür auf. Aber es war nur der Briefträger, der vor Kälte ganz blau gefrorene Finger hatte. Konrad ließ ihn herein, gab ihm eine Tasse Tee und ließ ihn sich aufwärmen. "Danke", sagte der Briefträger, "das hat gutgetan." Und er stampfte wieder in die Kälte hinaus.
Konrad räumte schnell das Geschirr ab und stellte saubere Tassen auf den Tisch. Dann setzte er sich wieder ans Fenster und wartete. Es wurde Mittag, aber von Gott war nichts zu sehen. Da erblickte er einen kleinen Jungen, dem die Tränen über die Wangen liefen. Konrad rief ihn zu sich. Das Kind hatte im Gedränge der Stadt seine Mutter verloren und fand nun nicht allein nach Hause. Konrad schrieb einen Zettel:" Bitte warte auf mich. Ich bin gleich zurück", und legte ihn auf den Tisch. Beim Hinausgehen ließ er die Tür einen Spalt offen, nahm den Jungen an die Hand und brachte ihn heim.
Der Weg war weiter, als er gedacht hatte. Es wurde dunkel, als er wieder zurückkam. Schon aus der Ferne sah er, dass jemand in seinem Zimmer am Fenster stand. Er erschrak, aber dann klopfte sein Herz vor Freude: Nun war Gott zu ihm gekommen.Doch dann erkannte er die Frau. Sie lebte allein mit ihrem Sohn im gleichen Haus. Sie sah müde und traurig aus. Sie hatte seit drei Tagen nicht geschlafen.Ihr Sohn Petja war krank und das Fieber stieg immer höher.Die Frau tat Konrad leid. Er ging mit ihr, und gemeinsam wickelten sie Petja in feuchte Tücher. Konrad wachte am Bett des Kindes, während die Frau sich etwas ausruhte. Es war schon weit nach Mitternacht, als er endlich wieder in sein Zimmer zurückkehrte.
Müde und entäuscht legte er sich schlafen. Der Tag war vorrüber.Gott war nicht gekommen.
Da hörte er eine Stimme.
Danke, dass ich mich bei dir aufwärmen durfte. Danke, dass du mir den Weg nach Hause gezeigt hast. Danke für den Trost und deine Hilfe. Ich danke dir, Konrad, dass ich bei dir sein durfte.


Diese ist aus dem Buch "Das Licht kam in die Welt - Die schönsten Weihnachtsgeschichten" entnommen.

 

Herr Stubenitzky rief mit dieser Geschichte die Familien zum Erzählen auf, so z.B. beim gemeinsamen Mittagessen.
Als Andenken erhielt jedes Kind ein gebasteltes Herz mit dem Mariengebet.

Allen eine besinnliche und schöne Adventszeit.

 

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