Pilgerfahrt nach Israel vom 22 - 31.10.2013
St. Mauritius in Steinbach
Geschrieben von: Monika Klingebiel   

Die Montags -Nacht war kurz und kaum begonnen, da hatten sich 29 Eichsfelder mit einigen Gästen besonnen; sie wollten pilgern ins Heilige Land, dorthin, wo unser Glaube seinen Ursprung fand.

Israel, das ferne unbekannte und auch gefährliche Gebiet, jeder heute am Heimreisetag es mit ganz anderen Augen sieht. Der Baumgartenbus startete pünktlich halb drei; das Morgengebet folgte, - dann schlief alles ein.

 

 

Doch kurz vor Berlin – der Blutdruck stieg an, Pater Meyer rief gleich bei Ökumene - Reisen an:

„Wir stehn hier im Stau, sagt bei EL-AL Bescheid! Wir komm`n etwas später, es ist nicht mehr weit.“ Der Stau sich bald löste, wir waren pünktlich an Bord und flogen bei herrlichstem Flugwetter fort. Die Landung war prima: „Tel Aviv Shalom!“

 

Sonne, Wärme und Palmen, „Gottes Land – Wir komm`n!“

Der Pater Karl-Josef und Mitbruder Franz,Frau Motz und Frau Vogt und Familie Brabant freuten sich lange auf diese Tour; doch auch von Leipzig war`n die Schild`s mit in dieser Spur. Und auch der Sören Lotzmann, auch Lotzi genannt, ist nun den anderen Eichsfeldern bekannt.

 

Aber auch vom jetzigen Meyer-Wirkungsbereich kamen Fam. Große und Fam. Rössler sogleich, auch die Schwestern Bettina und Claudia sodann, schlossen sich freudig der Pilgergruppe an.

 

Lothar Nolte mit Margit von Arenshausen, sah man mit Hut und Gotteslob sausen. Denn bei der Andacht und den Messfeierlichkeiten musste der Lothar die Liedeinsätze bestreiten.

 

Selbst von Hundeshagen, nahe dem Etzelsbachwallfahrtsort, waren Burghardt`s und Saalfeld`s mit an Bord.

 

Und von Steinbach, direkt bei Etzelsbach gelegen, kam die ehemalige Volkstanzgruppe zu bitten um Gottes Segen.

 

Nach glücklicher Landung und Fahrt mit dem Bus, Abendessen und Schlafen und Frühstücksgenuss, ging`s ans Galiläische Meer, auch „See Genezareth“ genannt, von der Bibel uns allen noch wohlbekannt, wo die Brotvermehrung gewesen, im Mosaik noch zu sehn, und die Stelle am See, - die himmlische Ruhe – wie schön!

 

Wir feierten hier Messe, ganz einfach und still; und jeder hier merkte: “Jetzt bin ich am Ziel.“ Die innere Ruhe wir erlebten auch dann, als wir mit Jesu Fischerboot auf dem See draußen war`n.

 

 

 

Der Petrusfisch und das Haus samt Kirche in Kapharnaum die Seeligpreisungskirche - auch das bleibt im Gedächtnis nun.

 

Die Iris – unsere Israelreiseleiterin, führte uns gekonnt zu weiteren Wirkungsplätzen von Jesus hin. Sie erklärte verständlich und geduldig all unsre Fragen und ließ uns Wissen über alle Bereiche erfahren.

 

Am Donnerstagmorgen, in Herrgottsfrühe sodann, sahen wir uns die Taufstelle am Jordan an.

 

Dann Nazareth - ein wichtiger Ort - mit orthodoxer Verkündigungskirche und Synagoge dort. Doch in der großen, neuen Kirche auf Marias Haus war kurzzeitig der versprochene Friede aus.

 

Schußähnlicher Lärm drang uns durch Mark und Bein bis in das doppelstöckige Kirchenschiff hinein. „Gott sei Dank!“ es war Feuerwerk zur Bürgermeisterwahl, welches uns versetzte in Schrecken und Qual. - Mit neuem Mut und Granatapfelsaft, haben wir dann noch den Berg Tabor geschafft.

 

Die Taxis, die uns brachten Berg rauf und Berg runter, machten schließlich alle Pilger munter. Doch die jetzigen, die neuen, fahr`n zwar noch rasant, aber uns sind von vor fünf Jahren noch die alten bekannt, die fuhren noch `gottesfreudiger` den Verklärungsberg rauf, denn da beteten die Pilger alle, die saßen darauf.

 

Doch nun kam der schwerste Tag im Heiligen Land, wir wollten gehen die Via Dolorosa entlang. Die Stationen des Kreuzwegs erleben, versteh`n, was wir bisher nur aus Überlieferungen geseh`n. Wir sind ihn gegangen bis zur Grabeskirche hinauf, die Empfindungen von hier hebt jeder in seinem Herzen auf.

 

Am Nachmittag dann in Yad-Vashem , mussten wir verarbeiten, was von Deutschen gescheh`n. Und die Klagemauer und Jerusalem bei Nacht haben uns dieses Land etwas näher gebracht.

 

Wir war`n auf dem Ölberg und gingen wie Jesus hinab, lernten Gräber, Gruften und Gärten kennen, die es schon früher gab. Durften zur russisch-orthodoxen Kirche geh`n, die noch keiner von uns hatte von innen geseh`n. Waren im Garten Gethsemane bei den alten Oliven, wo auch Jesus damals recht lange geblieben.

 

War`n in der Kirche der vereinten Nationen, spürten Dornenkrone mit Spott und Hohne.Anna-Kirche, Dominus-Flevit und Dormitio-Abtei, werden uns auch noch lange im Gedächtnis sein.

 

Nun ging`s nach Bethlehem dem Geburtsort unseres Herrn, nach Grenzfahrt und Ankunft hatte der Wirt uns gleich gern. Bot an ein Essen vom Büfett sogleich – uns hätte ja auch ein Imbiss gereicht ! Doch frisch gestärkt stellten wir uns sodann in der Schlange vor der Geburtsgrotte an.

 

Als wir dann den Geburtsstern erreicht, wollten wir verweilen vor der Krippe, Weihnachten gleich, doch viele mussten schnell wieder verlassen den Fleck, denn ein Orthodoxe schickte wegen Beweihräucherung einige von uns hinweg. So gingen wir etwas bedrückt nach nebenan und guckten uns St. Katharina im Hochzeitsschmuck an.

 

Nun fuhren wir zum Hirtenfelde hinaus, feierten dort Messe und suchten das neue Hotel dann auf. Auch die Rückfahrt durch die Grenze am anderen Tag hält bei uns so manche Erinnerung wach. Weihnachten, Krippe, Freude im Herrn, das hätten sicher viele der Palästinenser gern. Mit sechs bis acht Meter Mauern – an Beton nicht gespart- wie passt das zusammen mit „Jesuskind im lockigem Haar“?

 

Nun noch die Orte Qumran und Massada die Geschichtskenner freu`n sich, das sie endlich da war`n.. Dann die Überraschung - das Tote Meer in Sicht - türkisblaues Wasser, weißes Salz, wie Gischt. Wir konnten schwimmen an dieser himmlischen Stelle, das Wasser es trug uns und pflegte die Haut ganz schnelle.

 

 

Nun auf ins nächste Ferienparadies hinein und bald schon fuhren wir in Eilat am Roten Meere ein. Ein schönes Hotel, Erholung pur - und am anderen Tag waren wieder alle mit on Tour.Nach Jordanien ging´s, über die Grenze im Flug und bald waren wir in der Nabathäerstadt Petra in der tiefen Schlucht.

 

Petra ließ uns staunen, was hier mit Menschenhand vor vielen Jahren geschaffen, so war uns das nicht bekannt. Tag drauf dann die Jeep-Tour ins Wadi Rum, wir staunten die Beduinen - und die Kamele uns an.

 

Und auch eine Messfeier im Beduinenzelt hatte der Pater für uns bestellt. Zurück dann nach Eilat – Baden im Roten Meer in dieses Paradies kommen wir sicher nicht wieder her!. Kofferpacken und Abschied und nun geht`s zurück, ganz viele Erinnerungen und ein klein bisschen Glück werden wir in unseren Herzen behalten und uns bemühen unser Leben danach zu gestalten

 

Wir sagen Danke dem Pater, dem Pfarrer und unserm Gott, für diese Pilgerreise die nun endet so flott. Danke allen Pilgern für das Miteinander tagein und tagaus und ein Herzlich Willkommen bei jedem zu Haus!!

 

 

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