"Pilgerinformation Papstbesuch 2011 Etzelsbach" wurde eingeweiht
Wallfahrtskapelle St. Marien in Etzelsbach
Geschrieben von: Peter Anhalt   

Autor: Peter Anhalt

Sie war wieder da, jene Stimmung von 23.09.2011. Als die Melodie des Liedes zum Papstbesuche "Denn wo du bist, ist Zukunft, Herr" von Michael Taxer erklang, die Sonne kräftig schien und schließlich die charakteristische Stimme von Papst Benedikt XVI. mit jenem berühmten Satz erklang: "Ich habe seit meiner Jugend so viel vom Eichsfeld gehört, dass ich dachte, ich muss es einmal sehen und mit euch zusammen beten."


Sie war wieder da, die Freude über ein Wiedersehen, Freude über das Vollbrachte und auch ein bisschen Stolz auf die Heimat und die tatkräftigen Eichsfelder. Selbst Minister Jürgen Reinhold (CDU) erkannte bei seinem "Wohlfühltermin" in Etzelsbach die Hartnäckigkeit der Eichsfelder bei der Verfolgung einmal abgesteckter Zielen an.
Gelbe Westen fleißiger Helfer leuchteten wieder in der Sonne und die roten Gewänder zweier hübscher Messdienerinnen brachten Farbe in die Menge. Einige Zelte, die schon 2011 auf dem Pilgerfeld standen, säumten mit ihren charakteristischen Spitzen den Platz. Den Hintergrund bildete die von Grün umgebene Spitze der Wallfahrtskapelle von Etzelsbach.

Eichsfelder und ihre Gäste waren beim Wallfahrtsort Etzelsbach zusammengekommen, um das Ende eines langen Findungsprozesses zu feiern. "Wir wussten zuerst nicht so recht, wie wir mit diesem Großereignis umgehen sollte", erinnerte Landrat Dr. Werner Henning an die Zeit vor drei Jahren. Den Papstbesuch im Eichsfeld war jedoch Verpflichtung und er wertet ihn als eine Aufforderung an die Eichsfelder an ihren Werten und ihrer christlich geprägten Kultur festzuhalten.

Mit der neu erbauten Pilgerinformation könnte ein kleiner Schritt dafür verwirklicht sein. Hier wird die Erinnerung an eines der wichtigen Ereignisse der Eichsfeldgeschichte für die Zukunft festgehalten. Hier wird Zeugnis geben und erinnert, hier soll ein Ort der Begegnung entstehen. Viele Informationstafeln regen dazu an. Pilger und Touristen kommen zukünftig bei diesem Informationsgebäude an und können sich auf den Besuch der Wallfahrtskapelle mit seinem Gandenbild vorbereiten. Der Wallfahrtsplatz selbst soll ein Ort der Stille und des Gebetes bleiben, wie Pfarrer Franz-Xaver Stubenitzky betonte.
Das Informationsgebäude wurde bewusst schlicht gehalten, gestand Architekt Ottmar Stadermann bei seiner Ansprache. Das Licht wird im Gebäudeinneren auf die großformatigen Bilder gelenkt, die in roten Rahmen die Blicke wie ein Magnet anziehen.
Mit dem roten Backstein findet das Gebäude den Bezug zur Etzelsbachkapelle und bald wird es wie diese von einem Kranz grüner Linden umgeben sein.
Ottmar Stadermann überreichte dem Steinbächer Bürgermeister Mauritius Hünermund einen großen Schlüssel. Damit geht die Verantwortung für das Geschaffene auf die Gemeinde Steinbach und die Kommunale Arbeitsgemeinschaft über, in der umliegende Gemeinden zusammengeschlossen sind. Bürgermeister Hünermund ist sich der neuen Verantwortung durchaus bewusst und der schwere Schlüssel könnte ein Symbol für die Schwere der Aufgabe sein.
Vor der Einweihung verlas Pfarrer Stubenitzky Fürbitten für die Menschen, die hier zukünftig den Ort besuchen. Das Haus wurde unter Gottes Segen gestellt und bei einem Umgang mit reichlich Weihwasser besprengt.
In den Festreden wurde betont, dass jährlich etwa 40 000 Besucher den "Wallfahrtsort des Papstes" besuchen. Zunehmen kommen Pilger auch aus weiterer Entfernung, um, wie Papst Benedikt XVI., vor dem Gandenbild von Etzelsbach zu beten.
Zu wünschen bleibt, dass sie an dem Gnadenort auch etwas von der Freude der Begegnung erfahren, die die Herzen der Eichsfelder und ihrer Gäste am 23.09.2011 auf den Wiesen von Etzelsbach erfüllte.

 

Rückmeldung

Sie haben eine Frage, möchten eine Rückmeldung loswerden oder haben einen Vorschlag für die Seite? Dann sind Sie hier genau richtig.

Download